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Deutsches Stuhlmuseum | Wir über uns

Wir über uns

Warum ein Stuhlmuseum?

2000 gründete sich die Ortsgruppe Eimbeckhausen im Heimatbund Niedersachsen neu. Neben der Pflege des Heimatgedankens konzentriert sich die Arbeit der Ortsgruppe vor allem auf den Aufbau des Deutschen Stuhlmuseums.

Im März 2003 konnte eine dreistöckige, pro Etage 800 m2 große Fabrikhalle einschließlich eines 3.000 m2 großen Grundstückes der ehemaligen Stuhlfabrik Wente & Söhne in Eimbeckhausen erworben werden. In den Räumlichkeiten werden neben der Ausstellung des Stuhlmuseums mehrere Arbeitsräume sowie ein Museumscafé ihren Platz finden.

Auf der restlichen freien Grundstücksfläche an der Fabrik entsteht eine Ausstellung mit alten Holzbearbeitungsmaschinen und Sägen der Stuhlindustrie. Außerdem wird ein aus dem Jahr 1875 stammendes Fachwerkbackhaus mit Backofen originalgetreu wieder errichtet. Mehrere Backtage im Jahr sollen das Ganze abrunden.

Ebenso wurde für das Stuhlmuseum selbst ein Konzept erarbeitet, welches die Entstehung und Entwicklung, die Wirtschaftlichkeit und die Arbeitsbedingungen des Stuhlhandwerks dokumentiert. Hinzu kommen Arbeitskurse und das Aufarbeiten alter Stühle (z.B. Flechten, Polstern, Beizen) sowie das Anfertigen alter Stuhlmodelle in Miniatur. Mehrfach vorhandene Stühle werden nach gründlicher Aufarbeitung im Rahmen einer Stuhlbörse per Katalog und Internet verkauft, um so einen Teil der Kosten zu decken.

Ein Teil der Mitglieder des Deutschen Stuhlmuseums sind Tischlermeister, Stuhlbauer, Polsterer, Polierer und Maurer. Sie werden durch ihre ehrenamtliche Mithilfe Garanten für das Gelingen des Projektes sein.

Im Jahre 2002 gründete sich aus 16 Mitgliedern des Stuhlmuseumvereins eine GmbH, welche das nötige Stammkapital zur Verfügung stellte.

Die monatlichen Fixkosten ( Strom, Heizung, Versicherungen, Wasser / Abwasser, Grundsteuer, ...) werden auf etwa 800 Euro geschätzt. Aus der Konkursmasse der ehemaligen Firma Wente & Söhne konnten durch das Deutsche Stuhlmuseum ca. 2000 halbfertige Stühle und ca. 200 halbfertige Tische übernommen werden. Dieses Material soll in den kommenden Jahren aufgearbeitet und verkauft werden, um aus diesen Einnahmen die laufenden Fixkosten zu decken.

 

Warum ein Stuhlmuseum in Eimbeckhausen ?

SägenHier im Ort liegen die ersten Anfänge der Deister-Stuhlindustrie, welche bis um das Jahr 1820 zurückgehen.  1882 erfolgt die Gründung der Genossenschaft "Vereinigtes Stuhlmagazin Eimbeckhausen". Sie gehörte zu einer der ersten Genossenschaften in Deutschland.

1930 wurden allein im Ort Eimbeckhausen über 350 verschiedene Stuhlmodelle gefertigt und im Jahre 1937 wurden rund 400.000 Stühle produziert. Kurz nach 1950 war das Deister-Süntel-Tal die größte Stuhlerzeugungsstätte Deutschlands mit 22.000 Stühlen am Tag.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass das Deutsche Stuhlmuseum Eimbeckhausen bereits über 1.500 Stühle aus verschiedenen Stilepochen gesammelt hat, die nach ihrer Reparatur und Aufarbeitung in den neuen Räumlichkeiten des Museums besichtigt werden können.

 


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